Cherax sp. Zebra (cf. papuanus) – Zebrakrebs

Der Cherax-Zebra hat sehr große Ähnlichkeit mit dem Cherax sp. “Tiger” (Tigerkrebs), der eine Form des Zebra’s ist. Der Tigerkrebs hat jedoch breitere Streifen und ist im Handel so gut wie nicht zu bekommen. Mit etwas Glück findet man einen Hobbyzüchter, der abgabefähige Tiere hat.![]()
Man liest oftmals von einer Endgröße von bis zu 20 cm. Nach Aussage verschiedener Halter haben die Tiere bis zu 12 – 15 cm in deren Aquarien erreicht. Da darf man sich wohl überraschen lassen.
Die Endgröße spricht bei der Beckenwahl für sich. Für ein Pärchen braucht man sicherlich kein Becken unter 80 – 100 Litern einrichten. Auch wenn die Tiere relativ langsam wachsen und am Anfang doch mit ihren ca. 3 – 5 cm recht putzig aussehen, ist hier größer immer besser! Es sollte auch darauf geachtet werden, dass das Becken sehr gut abgedichtet ist und die Tiere keine Möglichkeit finden, irgendwo das Becken verlassen zu können. Ich konnte meine Tiere bei einem “Fluchtversuch” zwar noch nicht beobachten, aber Krebse machen dieses schon mal gerne!
Ich halte meine Tiere in einem 240er Becken. Die Wasserwerte liegen bei GH 16 – KH 5-6 und der PH-Wert liegt aufgrund von CO2-Zugabe zwischen 7,5 – 8. Die Temperatur liegt bei ca. 23 – 25 Grad.
Das Geschlecht kann mit ca. 5 cm bestimmt werden. Die Weibchen haben am
3. Beinpaar eine Geschlechtsöffnung (Gonoporen), anders als z. B. bei Procambarus-Arten, hat das Männchen keine Begattungsgriffel sondern am 5. Beinpaar auch männliche Gonoporen (Dorn). Die Scheren des Männchens sind wuchtiger und intensiver gefärbt, als die des Weibchens.![]()
Ich hatte Jungtiere dazwischen, die zu Anfang richtig schön blau gefärbt waren, diese haben sich nach einiger Zeit aber umgefärbt.
Die beiden Männchen in meinem Becken mögen sich zwar nicht besonders, aber es gibt keine größeren “Revierkämpfe” o. ä. – es wird sich mehr oder weniger aus dem Weg gegangen.
Zu Anfang haben die Tiere die Beckengestaltung selbst übernommen. Wurzeln, Höhlen und Steinaufbauten wurden untergraben. Laub und Erlenzapfen wurden dann in die neuen Wohnungen geschleppt.
Pflanzen, die im Weg standen, wurden einfach ausgegraben. Die Vallisnerien im Becken wurden ausgebuddelt und die Wurzeln aufgefressen. Zu Anfang habe ich Pflanzen, die an der Wasseroberfläche schwammen, immer wieder in den Boden gesteckt. Aber irgendwann hatte ich keine Lust mehr dazu, das Cherax-Becken besteht jetzt nur noch aus Javamoos und einigen Pflanzen, die auf der Wurzel aufgebunden sind.
Als ich den hellen Kies auf schwarzen Dennerle Kristallkies umgestellt habe,
wurden auf den Boden des Aquariums Plexiglasplatten
ausgelegt. Da sie einige Steine bis auf den Glasboden untergraben hatten, konnte ich so nachts ruhiger schlafen. Ich habe ja immer darauf gewartet, dass irgendein Steinbrocken auf den Glasboden fällt.
Das Becken im jetzigen Zustand, einmal von vorne und von hinten (Raumteiler). Das Javamoos hat keine Chance, mal ordentlich anzuwachsen, da sie die Wurzel nachts immer als Schlafplatz nutzen und dort ordentlich aufräumen:
Das Graben hat nach einiger Zeit aufgehört. Heute buddeln sie nur noch ganz selten. Es sieht dann auch eher aus, als wenn sie ihre Wohnung einfach etwas vergrößern möchten.
Ich habe die Tiere mit Red Fire, Amanogarnelen und Fächergarnelen vergesellschaftet. Hierbei gibt es keine Probleme. Ich konnte noch kein aktives Jagen beobachten.
Wie man an vielen Stellen nachlesen kann, sollen die Tiere eher nachtaktiv sein. Die erste Zeit habe ich sie auch eher selten tagsüber im Becken gesehen, mittlerweile sind sie nachts zwar immer noch aktiver, aber sie lassen sich auch tagsüber immer mal wieder blicken.
Mit der Vermehrung hat es erst etwas auf sich warten lassen. Aber mittlerweile wuseln massig kleine Krabbler
durchs Becken, denen die Eltern nicht nachstellen.
Das erste Weibchen habe ich am 16. April mit Eiern entdeckt (wobei ich hier nicht weiß, wie lange sie die Eier schon mit sich rum getragen hat) und am 18. Mai wurden die ersten Jungtiere entlassen. Ein weiteres Weibchen hat ca. 5 Wochen getragen.![]()
Zu Anfang haben sich die Kleinen recht versteckt aufgehalten und Schutz unter dem Laub und Wurzeln gesucht. Mittlerweile wandern sie den ganzen Tag durchs Becken.

Hallo Kerstin,
was für schöne Krebse und ein toller Bericht (insbesondere auch wegen der vielen guten Bilder
). Aber zu
Bin ich zu müde
oder ist da was mit den Monaten durcheinander gekommen? Grüße, Kornel.