Farbpigmente bei Eier tragenden Weibchen

von Kerstin | Red Bee | Trackback | am 18. Nov 2007 um 11:23

Bei Eier tragenden Weibchen kann man oftmals einen Farbverlust beobachten. Hier ziehen sich die sternförmigen Farbpigmentzellen zusammen und die zuvor schön weiß gefärbten Bänder erscheinen eher transparent, wie man es auf diesem Bilder erkennen kann:

Weibchen - Weißanteil verloren

Kurze Zeit, nachdem die Jungtiere entlassen sind, nehmen die Tiere bei mir wieder eine normale Färbung an.

Es ist bei meinen weiblichen Tieren jedoch nicht die Regel. Ich habe auch oftmals Tiere, die während der ganzen Zeit eine ganz normale Färbung aufweisen:

Weibchen mit Weißanteil

Warum dieses so unterschiedlich ist, weiß ich leider nicht. Konnte darüber auch nichts finden. Vielleicht kann dieses ja irgendjemand erklären?

Auf jeden Fall nicht erschrecken, wenn die Weibchen auf einmal nicht mehr in gewohnter Farbenpracht erscheinen.

3 Antworten zu "Farbpigmente bei Eier tragenden Weibchen"

ganz einfach, die Tiere versuchen damit sich und damit ihre Brut vor möglichen Prädatoren zu verbergen und geben damit ihren Genen eine wesentlich bessere Überlebenschance. Allerdings kommt es sehr darauf an wie das Becken strukturiert ist, bei mir verkleinern nur Weibchen ihre Farbzellen, welche in relativ ungeschützter Umgebung zu Hause sind, wohingegen in sehr stark verkrauteten Becken die Deckfarben fast konstant bleiben. Bei Hochzuchtgarnelen, welche genetisch zu “hyperkonzentrierten” Pigmentzellen tendieren, ist dieser Effekt mit dem Auge kaum wahrnehmbar, jedoch sehr gut beim fotografieren im extremen Macrobereich. Jedenfalls habe ich das so festgestellt…und kann nur für meine Tiere sprechen

Hallo Christian,

danke für deine Antwort! Merkwürdig ist jedoch, dass es bei mir bei den Weibchen, die im gleichen Becken sitzen, doch so unterschiedlich ist. Einige sind wirklich für den Zeitraum während sie Eier tragen transparent – andere verlieren überhaupt keine Farbe, wenigstens nicht mit dem Auge erkennbar.

wie ich schon erwähnt habe, das liegt auch an der genetischen “Masse” deiner Weibchen, falls du dir mal ein Mikroskop besorgen/benutzen kannst, dann schau dir
mal bei Gelegenheit bei frischtoten Tieren den Unterschied an, daß ist schon erstaunlich. Mit dem bloßen Auge erkennst du den Unterschied nicht. Bei der Redfire/Red Cherry ist das wesentlich leichter. Allerdings haben wir hier den Sonderfall, das im Ursprungsbiotop massenweise Braunalgen vorkommen, da ist das mehr oder weniger intensive “Rot” ein großer Vorteil…

So long
Christian

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