Anentome helena auf dem Raubzug
Als ich gestern gesehen habe, wie eine meiner Anentome helena an die JBL Novo Pleco gegangen ist, habe ich ihnen mal wieder ein paar Schnecken ins Becken gegeben. Mich hat es hier schon gewundert, dass sie Futtertabletten frisst, die hauptsächlich aus pflanzlichen Zutaten besteht.
Es war wirklich interessant zu beobachten, wie kurze Zeit danach die erste Anentome schon auf das Lebendfutter reagiert haben. Sie hat angefangen, das Becken abzusuchen. Sie hat auch kurz halt an einer Futtertablette gemacht. Es schien so, als wenn sie diese “untersuchen” würde.
Dann hat sie von der Futtertablette aber abgelassen und machte sich weiter auf die Suche. Einer ihrer beiden Rüssel dient wohl als “Riechorgan”. Es scheint, als wenn sie damit die lebenden Schnecken aufspürt. Mit dem anderen “Rüssel” saugen sie die Schnecken-Opfer aus. Ob sie hier vielleicht die Möglichkeit haben, eine Flüssigkeit o. ä. abzusetzen, um den Inhalt der Schnecken “aufzulösen”, kann ich nur vermuten. Sie hat dann Halt bei einer kleinen Posthornschnecke gemacht. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, sie hat nun ihr Abendbrot gefunden:
Nach kurzem “Untersuchen” ist sie dann aber weiter gezogen. Wie man auf dem zweiten Bild erkennen kann, hat sie direkt eine größere Posthornschnecke angesteuert. Zu diesem Zeitpunkt habe ich erst gedacht, die kleine Schnecke ist ihr scheinbar doch zu mickrig gewesen und sie sucht nach einem größeren Opfer. Auf dem letzten Bild sah es dann für mich so aus, als wenn sie jeden Moment zuschlagen würde:
Eine kleine Schnecke, die unbedarft an dem Geschehen vorbei kroch, hat dann die Aufmerksamkeit der Anentome auf sich gezogen. Sie hat von der großen Posthornschnecke abgelassen und hat ihren Rüssel Richtung Mini-Posthornschnecke gerichtet.
Während dieses Geschehens ist eine weitere Anentome “aufgewacht” und gesellte sich zu dem anderen Tiere, welches merkwürdiger Weise auch von der kleinen Posthornschnecke abgelassen hat. Hier konnte man dann beobachten, wie sie gemeinsam auf die Jagd gingen:
Die Posthornschnecke, die nun wirklich zum Opfer wurde, hat mit aller Kraft versucht, sich aus der “Gefangenschaft” zu lösen. Die blauen Tigergarnelen wuselten die ganze Zeit um das Geschehen herum. Irgendwie machten sie den Anschein, als wenn sie wüssten, gleich könnte es vielleicht noch Futterreste geben. Die Posthornschnecke hat sich dann an die Garnele “gesaugt”, sie hing kurze Zeit in der Luft und kam nicht mehr weg:
Aber die Posthornschnecke hatte keine Chance gegen die Raubschnecken. Eine der Anentome helena hat von der Posthornschnecke abgelassen. Irgendwie sah das ganze Schauspiel für mich aus, als wenn die Anentome die Posthornschnecke gemeinsam erledigt haben, einem Tier die Beute aber überlassen wurde:
Es hat dann nur kurze Zeit gedauert, bis sie sich ein eigenes Festmahl gesucht hat:
Ich werde wohl ein kleines Becken aufstellen und die Anentome helena in einem Artenbecken pflegen. Aufgrund der enormen Menge an Schnecken, die sie bei mir fressen, muss ich immer aus anderen Becken Schnecken zusammensuchen. So schleppe ich mir dann unter Umständen vorhandene Planarien schön in alle Becken.
Durch einen “Klick” auf die Bilder, lassen sich diese vergrößern.



































irgendwie tun mir die Schneckli leid…