Versand von Krebsen & Garnelen

von Kerstin | Garnelen, Krebse | Trackback | am 9. Apr 2007 um 09:43

Nach den dargestellten Erfahrungswerten zum Thema “Versand von Wirbellosen in PET-Flaschen” kann ich nichts Negatives an dieser Versandart feststellen. Ich denke, hier zählen in erster Linie die gemachten Erfahrungen und diese sind bei den verschiedenen Haltern durchweg positiv (siehe Kommentare). Hier nochmals vielen Dank für das Mitmachen!

Vielleicht sollte man darauf achten, Flaschen zu verwenden, die nicht zu “dünnwandig” sind, wie Gitta es erwähnt hat. Jedoch muss ich dazu sagen, ich selbst habe schon mit “Lidl-Wasserflaschen” verschickt, genauso wie mit Flaschen aus dem Sprudelkasten, die vom Material her doch etwas stabiler sind. Ich konnte jetzt keinen wirklichen Unterschied erkennen. Saß aber während des Versands auch nicht mit im Paket und konnte somit keine direkten Beobachtungen machen. :rolleyes_tb:

Sollte ich im Laufe der Zeit nochmals Tiere versenden, werde ich dieses weiterhin mit PET-Flaschen durchführen. Ich selbst habe da ein besseres Gefühl, als Transportbeuteln zu verwenden.

Für alle die, die bisher noch keine Wirbellosen auf die Reise gebracht haben, hier eine kurze Beschreibung, wie ich es bisher immer gemacht habe:

Ein Versand ist immer von der Wetterlage abhängig. In den Wintermonaten oder im Hochsommer kommt es da sehr auf die Temperaturen an. Ich persönlich würde lediglich ab ca. + 10° versenden und dieses dann auch nur in entsprechenden Verpackungen (Schutz gegen Kälte). Bei hohen Temperaturen im Sommer, versende ich persönlich keine Tiere mehr. Es sollte so verschickt werden, dass das Paket auf jeden Fall vor dem Wochenende den Empfänger erreicht und es somit nicht einige Tage auf der Post liegt. Empfehlenswert wäre somit ein Versand von montags bis spätestens mittwochs.

packchen.jpgDer Versand sollte mit einem stabilen Karton durchgeführt werden. Ich persönlich halte Schuhkartons o. ä. für nicht empfehlenswert, diese sind in der Regel nicht stabil genug.

Ob man die Sendung nun als Paket, Päckchen oder Maxibrief (bis zu einer bestimmten Kartongröße möglich) aufgibt, muss jeder selbst entscheiden. Ein Paket hat natürlich den Vorteil, es ist versichert und man kann jederzeit online verfolgen, wo es sich gerade befindet. Soweit das Paket morgens sehr früh zur Post gebracht wird, ist es in der Regel am nächsten Tag da. In seltenen Fällen nimmt der Versand eines Pakets bis zu 3 Werktagen in Anspruch. Ich denke, hierbei handelt es sich jedoch um eine Ausnahme.

Nach Auskunft der Post, ist die schnellste Versandart der Maxibrief (bis zu einer bestimmten Kartongröße möglich). Hier ist die Sendung auf jeden Fall am nächsten Tag angekommen, soweit die Abgabe am Vormittag erfolgt (hier aber immer lieber nochmals beim Postamt nachfragen). Jedoch ist die Sendung nicht versichert und kann auch nicht “verfolgt” werden.

Das Paket würde ich später nicht nur mit Tesafilmstreifen zukleben, sondern schon richtiges Paketklebeband nehmen.

Bei einem Versand bei recht niedrigen Temperaturen sollte über das Benutzen von Styroporboxen (auch im Sommer bei extrem hohen Temperaturen) und Heatpacks nachgedacht werden.

Bisher habe ich Garnelen und Krebse in einer PET-Flasche verschickt. So muss ich mirflasche.jpg keine Gedanken machen, ein Beutel geht kaputt und Wasser läuft aus, zusätzlich bietet sie durch das Material etwas Schutz.

Ich würde empfehlen, Wasserflaschen zu nehmen, damit sich in der Flasche auf keinen Fall irgendwelche Getränkerückstände befinden. Die Flasche kann der Empfänger später einfach oben am Flaschenhals aufschneiden. Wichtig ist, die Flasche sollte lediglich bis zur Hälfte mit Wasser gefüllt werden, NICHT bis oben hin!

filterwolle.jpgDamit die Tiere sich in der Flasche festhalten können, gebe ich immer etwas Filterwolle aus Kunststoff dazu. Daran können sie sich prima festhalten. Die Zugabe von Pflanzen (Nixkraut, Javamoos o. ä.) halte ich persönlich als nicht vorteilhaft, da diese unter Umständen Sauerstoff verbrauchen könnten. Filterwatte habe ich selbst noch nie benutzt, hier habe ich Angst, dass sich die Tiere in der Watte verfangen könnten.luftpolster.jpg

Die Flasche sollte so gut gepolstert werden, dass sie sich in dem Karton nicht mehr hin und her bewegen kann. Dieses geht ganz gut mit Luftpolstern, Zeitungspapier und Styropor.

Vor Versand sollte mit dem Empfänger auf jeden Fall der genaue Versandtermin abgesprochen werden, damit die Tiere nicht auf dem Postamt landen und dort noch eine weitere Nacht oder sogar das Wochenende verbringen müssen.

Eine Antwort zu "Versand von Krebsen & Garnelen"

gerhard block Am So, 15. Apr 2007 | um 14:08 Uhr

endlich mal einer der sich mit transportproblemen beschäftigt.hatte ca 10j signalkrebse und edelkrebse.
gruß
gf.block

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