Mineralwasser zur Planarienbekämpfung
Markus ist den Planarien mit Mineralwasser auf die Pelle gerückt. Hier sein kurzer Erfahrungsbericht dazu:
Einige haben sicher von der Planarien-Bekämpfungsmethode mittels Kohlensäurehaltigem Mineralwasser gelesen. Da ich grad die eine oder andere Planarie zur Hand hatte, wollt ich das mal ausprobieren.
Also: Ein paar der hübschen Viecher abgesaugt, in ein Behältnis gegeben und Mineralwasser mit 195 mg HCO3 pro Liter aufgefüllt. Das Wasser nennt sich “Medium”, ist also nicht das Ende der Fahnenstange.
Zu meiner Freude hat das Zeug gleich voll angeschlagen und die
Planarien haben sich kurz gewunden und dann schnell zusammengerollt (innerhalb einiger Sekunden).Nach etwa fünf Minuten haben sie sich wieder entrollt und wurden nach und nach an die Oberfläche getragen. Sie machten schon einen ziemlich toten Eindruck, auch wenn ich gelesen hatte, dass sie sich regelrecht “auflösen” sollten.
In diesem Stadium hab ich mal neugierigerweise ein paar Planarien abgefischt und in Aquariumwasser zurückgesetzt. Erstaunlicherweise waren alle Exemplare nach kurzer Zeit wieder relativ aktiv und lebendig.
Nach etwa 25 Minuten sah die Geschichte dann so aus:
Fast alle Planarien waren aufgeschwemmt und waren von Bläschen umhüllt.Auch hiervon hab ich wieder einige entnommen und in Aq. Wasser umgesetzt. Da die (hoffentlich toten) Biester in Luftbläschen gehüllt waren, hab ich mit einem Holzspieß umgerührt und dabei ist mir gleich ein schleimiger Belag auf dem Spieß aufgefallen, als ich ihn wieder herausnahm. (Auf dem Foto schlecht zu erkennen)
Aber die Biester waren endlich hin.
Beim genauen hinsehen (so genau, dass meine Cam nicht mehr mitspielt
Wink ) stammt der “Schleim” von den Planarien und umhüllt diese wie ein Fettröpfchen.Fazit: Planarien hinüber, das ganze mit “Medium Mineralwasser, mit wenig Kohlensäure versetzt”.
Diese Praktik eignet sich zum Beispiel (wie bei mir in ein paar Tagen), wenn ein Planarienbefallenes Becken abgebaut wird, die Pflanzen oder Einrichtungsgegestände jedoch nicht wegge-schmissen und von Planarien befreit werden sollen (Planarien halten sich wirklich zäh, besonders im Javamoos reicht einfaches abspülen nicht!).Theoretisch auch im Becken anzuwenden (Alle Fische, Schnecken, was sonst noch überleben soll raus, Wasser raus, Becken mit einigen Litern Mineralwasser befüllen und Pflanzen drin baden)
Ein Kurzzeitiges Mineralwasserbad wird den Pflanzen nicht schaden, den Plagegeistern macht es aber nach rund einer halben Stunde den Garaus.
Mit Kohlensäurehaltigerem Wasser wird sich der Prozess wohl beschleunigen.
Für mich eine günstige und freundliche Alternative zur Flubenol-Keule.
©Markus Lechner
Ich für meinen Teil finde dies eine gute Alternative, um Pflanzen oder Dekogegenstände gegen Planarien zu behandeln. Es schadet sicherlich nichts, wenn man gerade neu gekaufte Pflanzen oder Moose ein Minderalwasser-Bad verordnet. Jedoch bringt es in meinen Augen nichts, aus einem laufenden Becken Tiere umzusetzen, das Becken zu behandeln und die Tiere dann nach der Behandlung wieder einziehen zu lassen. Mit den Garnelen, Schnecken oder Krebsen schleppt man sich die Planarien und/oder Eier so schön in ein anderes Becken und dann wieder zurück.
Die Frage, wie es mit Planarien-Eiern aussieht bleibt offen. Ich kann mir vorstellen, ihnen macht eine Mineralwasserbehandlung sicherlich nicht viel aus.
Nachdem ich mir selbst mit Moosen Planarien/Eier in den 20er Dennerle Cube geschleppt habe, werde ich zukünftig auf jeden Fall neue Pflanzen mit Mineralwasser behandeln. Auch wenn evtl. Eier nicht damit vernichtet werden.








Hallo,
es ist zwar ein schöner und informativer Bericht, aber wirklich bringen wird das leider keinem was (nicht böse gemeint – ich begründe das nun auch).
Viele Pflanzen halten längere Bäder in Mineralwasser nicht aus. Ihre Zellen werden dabei zum Teil sehr stark beschädigt.
Zudem macht den Eiern der Planarien das Wasser nichts aus. Die sind richtig robust und bekommt man so schnell nicht klein.
Viele Grüße.
Stephan