Ausfälle bei R&W + B&W Bienen
Seit einiger Zeit sterben mir die R&W + B&W Bienen weg. Es fing mit einem einzelnen Ausfall an, was halt schon mal passieren kann. Dann immer mal wieder ein Tier in der Woche. Dann bin ich bei ca. 3 toten Tieren am Tag angekommen. Die Tiere wuseln normal durch das Becken und fallen dann mehr oder weniger einfach um (ohne äußerliche Veränderungen). Ich habe mehrmals wöchentlich sehr große Wasserwechsel durchgeführt, aber die Ausfälle waren nicht aufzuhalten. Die bestehende Gruppe von ca. 100 Tieren habe ich dann geteilt und ca. die Hälfte in ein anderes Becken umgesetzt. Da ich irgendwie den Verdacht hatte, irgendwas stimmt in dem Aquarium nicht. Das Sterben ging aber weiter, in beiden Becken. Mittlerweile ist bald die Hälfte der Tiere verstorben. Ich habe gestern angefangen mit Furanol zu behandeln.
Mit gemischten Gefühlen habe ich das Furanol von JBL angewendet. Da hier die Filterbakterien enorm in Mitleidenschaft gezogen werden. Es wird empfohlen, den Filter für die Zeit der Behandlung in einem anderen Gefäß laufen zu lassen. Da das Becken, in das ich einen Teil der Tiere umgesetzt habe, jedoch filterlos läuft und lediglich belüftet wird, kann ich hier leider keinen Einfluss auf die im Bodengrund vorhandenen Bakterien nehmen. Das andere Becken läuft mit einem Filter, den ich jedoch trotz der Behandlung im Becken gelassen habe. Meine Überlegung war, wenn ich nach der Behandlung (nach 4 Tagen) den Filter zurück setze, fängt das gleiche Spielchen evtl. von vorne an, da ich mir mit dem Filter wieder irgendwas “einfange”. Sollten es nun zu einem Ammoniak-Nachweis kommen, muss ich Wasser schleppen.
Furanol wird eigentlich bei Fischen angewendet und es gibt den Hinweis, auch wenn kein Kupfer vorhanden ist, dieses nicht bei Wirbellosen einzusetzen. Aber da schon einige Garnelenhalter dieses “Medikament” in ihrem Becken angewendet haben, bin ich das Risiko jetzt eingegangen. Irgendwas muss ich ja unternehmen
Seit gestern zeigen die Tiere auf jeden Fall keine Vergiftungserscheinungen oder ähnliches.
Ich tippe hier auf irgendeine bakterielle Infektion. Leider sind einem hier die Hände gebunden, da meiner Ansicht nach viel zu wenig über die Krankheitsbilder und vor allem zu einer entsprechenden Behandlung bekannt ist.
Solch ein Massensterben ist scheinbar nicht so sehr selten. Bei unterschiedlichen “Züchtern” kam es auch schon bei den unterschiedlichsten Garnelenarten zu solchen Ausfällen.
Mir bleibt zur Zeit leider nichts anderes übrig, als die Behandlung durchzuführen und die Sache abzuwarten. Bei solchen Krankheitsbildern ist es sehr wichtig, tote Tiere sofort aus dem Becken zu nehmen, da die weitere Ansteckung in der Regel über Kannibalismus vonstatten geht.
Ich hoffe nur, dass sich die Ausfälle nicht auf meine weiteren Becken ausbreiten. Ich war letzte Woche kurz davor, alles hinzuschmeißen.

Hallo Kerstin!
Ich stehe im Moment vor demselben Problem – meine Bees sterben mir seit 3 Wochen ohne ersichtlichen Grund weg! Mal ist es eine, mal sind es drei – die Wasserwerte sind völlig in Ordnung und ich bin mit meinem Latein inzwischen vollkommen am Ende. Die Snows hat es als erstes getroffen, dann meine tragenden Weibchen. Von meiner ursprünglichen Gruppe mit 35 Tieren sind mir gerade einmal 12 geblieben, ich könnte heulen! Und da ich gestern und vorgestern wieder ein totes Tier im becken hatte, bin ich vom Ende des Elends offensichtlich noch weit entfernt…
Ich habe allerdings zwischenzeitlich auch mit Furanol behandelt – mich würde nur mal interessieren, welche Dosis Du angewandt hast? Wie lange zog sich das große Sterben bei Dir hin – und wie lange hat es gedauert, bis Du es im Griff hattest?!
VG
Ruth