Laub

von Kerstin | | am 27. Jan 2007 | 0 Kommentare »

Welches Laub – wie am besten und was geht gar nicht?

In der Natur ernähren sich Krebse zu einem großen Teil von Laub. Eigene Erfahrungen zeigen, auch Garnelen nehmen dieses zusätzliche Futterangebot gerne an.

Unabhängig vom Nährwert und der Optik kann Laub in einem Aquarium auch andere positive Eigenschaften haben. Durch die Abgabe von Humin- und Gerbstoffen kann es die Häutung unterstützen, so können Häutungsprobleme unter Umständen vermieden werden. Einige Laubarten haben antibakterielle/fungizide Wirkungen.

Eichen- und Buchenblätter haben eine leicht antibakterielle Wirkung. Walnussblätter sind eine günstige Alternative zu Seemandelbaumblättern. Sie wirken fungizid/antibakteriell und können bei Verletzungen, Verpilzungen den Heilungsprozess unterstützen.

Ich sammele die Blätter im Herbst vom Boden. Soweit sie trocken sind, können sie ohne Probleme bis ins nächste Jahr gelagert werden. Zur Aufbewahrung können Schuhkartons, Müllbeutel o. ä. Behältnisse dienen. Bevor ich Blätter ins Aquarium gebe, übergieße ich sie kurz mit kochendem Wasser. Dies hat den Vorteil, sie schwimmen nicht erst noch einige Tage an der Wasseroberfläche, sondern sinken direkt bzw. nach kurzer Zeit zu Boden. Weiter wird das Laub so von Schmutz (Hunde-Urin u. a.) befreit.

Das Laub muss nicht mehr aus dem Becken genommen werden, nach einiger Zeit zersetzt es sich (je nach Laubart unterschiedlich lange).

Laub sollte von Bäumen verwendet werden und nicht von Sträuchern oder sogar Zimmerpflanzen.

Es können u. a. folgende Laubarten verwendet werden:
Buche, Eiche, Haselnuss, Ahorn, Erle, Birke, Kirsche, Apfel, Pappel, Erle, Esskastanie, Hainbuche, Haselnuss, Kastanie, Ahorn

- Die Bilder sind freundlicher Weise von www.baumkunde.de bereitgestellt -

Schwarzerle

schwarzerle.jpg schwarzerle_herbst.jpg

Pappel

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Haselnuss

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Hainbuche

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Esskastanie

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Eiche

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Birke

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Ahorn

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Seemandelbaumblätter

seemandelbaumblatter.jpgDie Blätter haben eine desinfizierende und fungizide Wirkung. In tropischen Ländern wird der Sud beim Menschen z. B. gegen Koliken eingesetzt. In unseren Aquarien werden sie häufig u. a. vorbeugend gegen Laichverpilzung und zur Prophylaxe von bakteriellen Erkrankungen eingesetzt. In meinen Krebs- und Garnelenbecken habe ich grundsätzlich immer einige Blätter. Auch diese müssen nicht aus dem Wasser entfernt werden.