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von Kerstin | | am 27. Jan 2007 | 0 Kommentare »

Libellenlarven

Fast jeder hat sie schon mal in seinem Becken gefunden: Libellenlarven.

Man unterscheidet zwischen Groß- und Kleinlibellenlarven. Jedoch gibt es keinen Unterschied zwischen den beiden Arten, was die räuberische Art angeht.

kleinlibellenlarve.jpg

Ihre Beute ergreifen sie mit der Fangmaske. Kleinlibellenlarven können ohne Probleme Beute in Größe von Mückenlarven, Krebs-/Garnelennachwuchs erbeuten, die Großlibellenlarve “schafft” auch schon einen Jungfisch in der Größe einer Kaulquappe.

Daher sollte man gefundene Larven auf jeden Fall aus dem Becken entfernen.

Aber Achtung! Libellen stehen unter Artenschutz – die Larven sollten in einem Teich, Baggersee o. ä. ausgesetzt werden!

grosslibellenlarven.jpg

Aber wie finden sie den Weg in unsere Aquarien? Am häufigsten fängt man sich Libellenlarven sicherlich durch das Einbringen neuer Pflanzen ein!

Nach Eiabgabe kann es bis zu 5 Wochen dauern, bis die Larven schlüpfen. Sollte die Eiabgabe jedoch recht spät geschehen sein, kann sich der Schlupf auch bis zum nächsten Frühjahr hinziehen.

So können sich Libelleneier schon unbemerkt mehrere Wochen oder sogar Monate im Becken befinden, bis überhaupt eine Larve schlüpft!exuvie.jpg

Die nächste Möglichkeit dürfte das Lebendfutter sein. Ich habe libelle.jpgschon oftmals Kleinlibellenlarven zwischen Mückenlarven gefunden. Daher empfehle ich (auch aus anderen Gründen), Lebendfutter in ein Teesieb zu geben, dieses gut auszuspülen und etwas genauer nach den Plagegeistern zu gucken ;-)

Interessante “Libellenseiten”: Libelleninfo oder Libellen

Süsswasserpolyp – Hydra

hydra3jpg.JPG

In der Regel findet man in unseren Aquarien lediglich die weiße Hydra (vulgaris) oder die grüne Hydra (viridis). Eine weitere Art ist die braune Hydra (oligactis), die in Aquarien eher selten auftritt und in kälteren Gewässern zu finden ist.

Eingeschleppt werden diese Polypen durch Lebendfutter oder durch die Neuanschaffung von Pflanzen.

Als Beute kommen in einem Aquarium z. B. Junggarnelen- und fische und diverses Lebendfutter – wie Wasserflöhe in Betracht. Hydren können Nahrung erbeuten, die so groß sein kann wie sie selbst.

Solch einen Beutefang konnte ich selbst bisher noch nicht beobachten, weder Krebs- noch hydra.jpgGarnelennachwuchs wurde aufgrund von Hydren in meinen Becken weniger.

Zur Bekämpfung findet man verschiedende empfohlene Maßnahmen, wie z. B. diese:

Natürliche Feinde wie Honigfadenfische oder Spitzschlammschnecken werden empfohlen, wobei dieser “Einsatz” wohl nicht zum 100 % Erfolg führt.
Weiterhin gibt es die Möglichkeit der Erhöhung der Wassertemperatur auf bis zu 42 Grad. Wobei vorher Pflanzen und Tiere umgesetzt werden sollten. Diese Methode reduziert die Anzahl wohl stark jedoch wächst die Zahl schnell wieder aus überlebenden Tieren oder vorhandenen Eiern.

Lediglich die chemische Keule soll einen 100 % Erfolg erbringen. Flubendazol (Flubenol) vernichtet die Hydren wohl komplett.

Ich selbst füttere einfach eine zeitlang kein Lebendfutter mehr, dadurch reduziert sich nach einiger Zeit der “Befall” und irgendwann waren sie bisher immer wieder komplett verschwunden.

Es sollte niemand in Panik geraten, wenn er Hydren in seinen Becken erblickt – ich habe bisher keinerlei negative Erfahrungen mit diesen Tieren gemacht.

Weitere Informationen gibt es hier:

Der Süsswasserpolyp

Süsswasserpolypen

Das “Monster” Hydra

Süsswasserpolypen

Hydra – “Polypen an der Steilwand” (DATZ)

Planarien

Sie haben verschiedene Namen: Scheibenwürmer, Strudelwürmer, Plattwürmplanarie.jpger – all dies sind Bezeichnungen für Planarien. Eingefangen werden sie in der Regel durch Pflanzen oder Lebendfutter. In allen meinen Wirbellosenbecken sind Planarien zu finden. Halbierte Tiere regenerieren sich vollständig (aus jedem Stück). Daher sollte man beim Absammeln vorsichtig sein, damit man die Tiere nicht versehentlich teilt.

Zu einer Massenvermehrung ist es bei mir noch nicht gekommen, dieses geschieht in der Regel bei großem Nahrungsangebot. Planarien zählen zu den “Fleischfressern” und es wird ihnen nachgesagt, sie vergehen sich z. B. an Fischbrut, frisch gehäuteten Garnelen/ Krebsen oder deren Nachwuchs. Ich konnte dieses selbst noch nicht beobachten. In meinen Becken befinden sich aber auch nicht hunderte dieser Tiere.

planarien.jpgBei Planarienbefall sollte man auf jeden Fall auf die Fütterung mit Futtertabletten und Flockenfutter verzichten, so vermehren sie sich nicht zu extrem und man kann die Population ersteinmal in Grenzen halten. Flubenol soll wohl bei der Bekämpfung der Planarien 100 % Wirkung zeigen und den Wirbellosenbestand jedoch nicht “angreifen”. Hier sollte man sich aber vorher über die richtige Dosierung informieren.

Mittlerweile sehe ich den Planarienbefall etwas anders:

In einigen meiner Becken haben sich die Planarien extrem vermehrt, sie sind zu einer richtigen Plage geworden. Ich selbst konnte beobachten, wie sich die Würmer an die Garnelen geheftet haben. Ich habe die Becken mit Flubenol behandelt und mittlerweile wieder Ruhe!

Wenn die Tiere dann noch einmal überhand nehmen und man bekommt die Population durch Futterwechsel nicht in den Griff, gibt es verschiedene Tipps zur Bekämpfung:

Hilfe, Planarien!

Planarien – ungeliebte Plagegeister!

Schneckenegel

schneckenegel104.jpg

Hier findet ihr Beobachtungen von Astrid zum Thema Schneckenegel. 

Blattläuseblattlause.jpg

Soweit ich es beobachten konnte, richten Blattläuse keinen größeren Schaden auf der Schwimmpflanzendecke an. Wenn gegen sie aber nichts unternommen wird, vermehren sie sich extrem schnell. Ich habe die Vermutung, meine Blattläuse ziehen regelmäßig mit Laub ins Becken.
In einem Fischbecken hat man evtl. noch die Chance die Fische fressen die Läuse – jedoch interessieren sich weder Garnelen, noch Krebse für Blattläuse und somit muss man selbst Hand anlegen.

blattlause2.jpgEinige schwören auf den Einsatz von Marienkäfer – jedoch darf ein Befall dann nicht im Winter eintreten. Ich selbst habe die Oberfläche komplett von Schwimmpflanzen befreit (es darf wirklich nichts “Grünes” mehr außerhalb des Wassers sein), dann mussten ein paar “Abrollgitter” aus dem Baumarkt herhalten. Diese habe ich mit 2 Steinen beschwert, damit sie nicht nach oben treiben können. Als ich nach 3 Tagen die Gitter wieder entfernt habe und die Pflanzen wieder nach oben durften, war keine einzige Blattlaus mehr zu sehen. Wichtig ist bei diesem Verfahren jedoch, die Blattläuse dürfen keine Möglichkeit haben, an irgendeine Pflanze zu kommen (also alles schön unter Wasser halten!). Die Anti-Blattlauskur mach ich so alle halbe Jahre mal, wenn sich wieder einige dieser Tierchen in meine Becken verlaufen haben.


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