Geothelphusa albogilva

von Kerstin | | Trackback | am 12. Juli 2008 |

Am 5. Juli 2008 sind die Geothelphusa albogilva (3 Weibchen/2 Männchen) in ein Becken mit den Maßen 1,20 (L) x 40 (B) x 50 (H) eingezogen. Für den Landteil habe ich ganz normalen Terrarienhumus verwendet. Der Wasserteil hat die Maße 40 (L) x 30 (B) x 15 (H) cm und wird mit einem Dennerle Nano Eckfilter gefiltert. Die Filtergröße ist zwar nicht das Optimale für die “Schweinerei” die von den Tieren erzeugt wird, aber da das Becken im Schlafzimmer steht und der Filter enorm leise läuft, nehme ich das Übel hin, diesen halt öfters zu reinigen.

18.07

18.07

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Gut einen Monat nach dem Einzug musste ich ein verletztes Weibchen verzeich- nen. Entweder ist es zu Reibereien gekommen oder bei einem Paarungsakt ist sie so enorm verletzt worden.

Verletzung100

Leider hat es dieses Tier nicht geschafft. Seit diesem Vorfall leben die noch vorhandenen 4 Tiere recht harmonisch zusammen. Ein kleines Männchen wird von dem größeren Herren zwar ab und zu zurechtgewiesen, aber aggressive Übergriffe konnte ich seitdem nicht mehr beobachten.

Bis heute (Anfang November 2008) konnte ich insgesamt 3 Paarungen beo- bachten.

08.07

geothelphusaalbogilva-paarung2-1

Leider ist bisher noch kein Eier tragendes Weibchen aufgetaucht. Wie man mir gesagt hat, kann die Eiabgabe im längsten Fall bis zu einem Jahr dauern – das heißt: Geduld.

In der Anfangszeit sind die Tiere den ganzen Tag umhergelaufen. Aber mittler- weile haben sie ihre Aktiviäten auf den Abend/in die Nacht verlagert. Ein Männchen hat es sich zur Aufgabe gemacht, jede Nacht die Korkwand hinauf- zuklettern und sich auf die Strebe zu setzen. An sich ist dagegen ja nichts einzuwenden, wenn es nicht enorm Lärm dabei machen würde. Sehr viel Spaß muss das Kratzen mit den Füßchen auf der Glasstrebe bereiten. Ich werde nachts ab und zu mit den Worten geweckt:”Stell deine Krabben mal ab”.

Tagsüber verweilen sie mittlerweile entweder auf dem Landteil, in kleinen Löchern, die sie ausgegraben haben oder im Wasserteil.

Bisher hat sich auch nur ein Tier gehäutet. Dieses zeigt, dass sie schon älter sind und nicht mehr so sehr viel wachsen werden. Die größeren Tiere haben einen Carapax-Durchmesser von ca. 6 cm.

Exuvie albogilva2

Exuvie albogilva

Seitdem die Tiere bei mir sind, habe ich kein Problem damit gehabt, dass sie nicht fressen wollen. Die ersten Wochen haben sie wirklich so viel Futter zu sich genommen, dass ich dachte, sie platzen bald. Aber man muss sich auch vor Augen halten, dass es sich bei den Tiere um Wildfänge handelt, d. h. sie waren lange unterwegs und haben dann auch noch eine Zeit lang beim Importeur gesessen. Ich gehe davon aus, sie hatten einfach Nachholbedarf.

Zu Fressen bekommen sie auf dem Landteil, meist am Abend, kurz bevor sie herauskommen. Angenommen wird fast alles, was ich ihnen reiche. Lieblingsspeise ist mittlerweile Stinte. Aber auch Salatgurke, Möhren & Erbsen, diverse Futtertabletten, Bachflohkrebse, rote Mückenlarven, Apfel werden gerne angenommen.

Was sie so gar nicht mögen und damit eigentlich nur Schweinerei in dem Becken veranstalten ist Thunfisch und Banane.

Einmal in der Woche wechsel ich ca. 70 % des Wassers im Wasserteil. Dem Leitungswasser (GH 16 – PH 8 – KH 5-6), welches ich über einen Reiser-Blockfilter filtere, gebe ich lediglich Montmorillonit hinzu.

Da die Tiere ab dem Abend sehr aktiv sind, würde ich hier mindestens ein 80 cm Becken empfehlen. Ich würde bei dieser Größe höchstens ein Pärchen halten. Für eine Gruppe von 4 – 5 Tieren, sollte es schon ein Becken von 1,20 Länge und entsprechender Bodenfläche sein (evtl. sogar etwas größer), damit sie sich auch aus dem Weg gehen können. Die Tiere haben eine Carapax-Durchmesser von ca. 6 – 7 cm.

08.07

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Geothelphusa albogilva 7

Geothelphusa albogilva 8

Hierbei handelt es sich lediglich um meine persönlichen Erfahrungen. Andere Halter haben vielleicht ganz andere Erfahrungswerte bei der Haltung dieser schönen und interessanten Krabbenart gemacht.

Weitere Blogbeiträge zum Thema “Krabben” findet ihr hier.

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