Tote Garnelen aus dem Becken entfernen?

Garnelen | am 7. Jan 2008 | 2 Kommentare »

Es hat heute jemand über Google nach Infos gesucht, ob man tote Garnelen aus dem Becken entfernen sollte.

Ich würde definitiv “ja” sagen.

Nicht aus dem Grund, weil ein totes Tier die Wasserqualität verschlechtern könnte, hier würden andere Beckenbewohner (Schnecken oder die restlichen Garnelen aus der Stamm) sicherlich schnell reagieren und das Tier innerhalb einiger Stunden aufgefressen haben.

Man kann einer Garnele nicht unbedingt ansehen, aus welchem Grund sie verstorben ist. Sicherlich stirbt schon mal ein Tier, das bleibt nicht aus und oftmals steckt auch nicht unbedingt etwas “Schlimmes” dahinter. Hier können vielleicht das Alter oder evtl. aufgetretene Häutungsprobleme den Grund geliefert haben. Jedoch kann es sich im schlimmsten Fall auch um den Anfang einer Krankheit handeln, die über Kannibalismus übertragen wird. Weitere Garnelen in dem Becken können sich so anstecken und der Ausfall einer Garnele könnte ein Massensterben zur Folge haben.

Ich weiß auch selbst, dass man nicht 24 Stunden am Becken sitzt und verendete Tiere manchmal erst dann findet, wenn sie schon angefressen sind. Aber verstorbene Tiere, auch wenn sie schon angefressen sind, würde ich nicht im Becken lassen.

Hier sollte man jetzt aber nicht in Panik geraten, wenn ein totes Tier im Becken liegt. Jedoch auf jeden Fall die restlichen Tiere die nächste Zeit beobachten.

Krabbenbecken fertig

Krabben | am 6. Jan 2008 | 6 Kommentare »

Ich habe heute kurzfristig entschieden, das Becken schon fertig zu machen.

Die Pflanzen habe ich jetzt 8 Tage lang gewässert und jeden Tag das Wasser gewechselt. Von einigen habe ich gehört, dass sie sogar noch kürzer wässern. Da in nächster Zeit noch keine Tiere einziehen werden, kann Dünger evtl. ja noch im Becken abgebaut werden, sollte noch welcher vorhanden sein.

Die Wurzel habe ich aufgrund des Schimmelproblems mit Salz eingerieben und dieses 1 Tag drauf gelassen. Gewässert habe ich sie einen Tag und danach in den Backofen getan.

Sollte jetzt wieder Schimmel auftreten, werde ich das gleiche Spielchen nochmals machen und die Wurzel länger wässern (*zu Moni guckt*).

Die Abdeckung habe ich jetzt einen Spalt aufstehen, damit etwas Luft zirkulieren kann. Ich werde die Abdeckplatte noch kürzen und in dem hinteren Bereich ein “Lochgitter” anbringen.

Krabbenbecken bepflanzt Krabbenbecken-bepflanzt2 Krabbenbecken-bepflanzt3 Krabbenbecken-bepflanzt4

Krabbenbecken-bepflanzt5 Krabbenbecken-bepflanzt7 Krabbenbecken-bepflanzt8

Ich habe natürlich viel zu viele Pflanzen gekauft :-) Die stehen jetzt auf der Fensterbank. Ich bin mir sicher, die werde ich noch brauchen, da ganz bestimmt einige Pflanzen eingehen werden. Pflanzen hatten nämlich schon immer etwas gegen mich und hier nicht nur Aquarienpflanzen.

Wenn die Krabben eingezogen sind, sollte ich sie mir gut anschauen. Ich werde sie dann sicherlich nicht mehr zu Gesicht bekommen ;-)

Höhlen für Krebse

Allgemein, Krebse | am 6. Jan 2008 | 0 Kommentare »

Immer wieder kommt hier die Frage auf, welche Höhlen denn am besten für Krebse verwendet werden.

Ich denke, da ist der Fantasie keine Grenze gesetzt. Oftmals muss man auch unterschiedliche Dinge ausprobieren, um festzustellen, welche Vorlieben die eigenen Tiere haben. Dies kann recht unterschiedlich sein. Meine Cambarellus patzcuarensis ziehen eher Höhlen vor, die lediglich auf einer Seite geöffnet sind und die gerade so groß sind, dass sie reinpassen. Genauso meine damaligen Procambarus Alleni.

Meine Cherax Zebra sind hier nicht so wählerisch. Sie quetschen sich in Höhlen, wo ich nie gedacht hätte, dass sie bei ihrer Größe überhaupt in diese passen. Sie wählen sich manchmal aber auch Gegenstände aus, in denen sie sich fast quer legen können (etwas übertrieben dargestellt). Ob die Höhle auf einer Seite oder beidseitig offen ist, interessiert sie dabei nicht.

Ich habe einen Teil meiner Tonhöhlen bei Stefanie Herz bestellt. Bei Laichhöhlen-Welshöhlen findet ihr wirklich für jede Krebsart die richtige Höhle. Ob nun für die kleinen Cambarellus-Arten oder den Cherax.

Cambarellus cherax
Bilder: Stefanie Herz

GurkenhakenWas ich auch immer wieder gerne nutze und sehr praktisch finde, sind die Grukenhalter. Hierbei handelt es sich um aus Ton gefertigte Haken. Mit diesen halte ich meine Gurkenscheiben o. ä. unter Wasser.

Wer also zurzeit auf der Suche nach geeigneten Krebshöhlen ist, sollte sich bei Laichhöhlen-Welshöhlen einfach mal umschauen. Vielleicht ist ja das Richtige dabei.

Fotoshooting – Makro-Aufnahmen Garnelen

Garnelen | am 5. Jan 2008 | 10 Kommentare »

Heute habe ich mir mal wieder etwas Zeit genommen und versucht einige Bilder zu machen (ohne Stativ). Diesmal aus dem “Elos” Becken, in dem meine Doppel-Hinomaru + No Entry sitzen.

Mittlerweile wundert ihr euch sicherlich, warum es beim Fotoshooting im Moment immer nur Krebs- oder Red Bee-Bilder gibt. Dies hat den Grund, dass die Krebse einmal größer sind und ich damit besser zurecht komme und an die Red Bee Becken komme ich von all meinen Becken am besten zum Fotografieren dran.

Irgendwie habe ich das Gefühl, der bräunliche Elos-Bodengrund hat ganz schön Einfluss auf die Bilder genommen. Kann das sein?

RedBee 05.01 RedBee 05.01 RedBee 05.01 RedBee 05.01

RedBee 05.01 RedBee 05.01

Eins der Nachwuchstiere, mittlerweile 1 cm groß:

RedBee 05.01

Ich habe heute auch versucht, die Betonung liegt hier bei “versucht”, in den anderen Becken einige Bilder hinzubekommen. Leider ist wirklich nur ein Bild einer “Orange Eye” einigermaßen geworden:

Tiger Orange Eye

Nachtrag:
Ja, ich beschäftige mich bald mit der Bildbearbeitung :-)

Programmtipp: LexiTv – “Aquarium”

Allgemein | am 4. Jan 2008 | 1 Kommentar »

Am 11.01.2008 (14:30 Uhr) läuft bei LexiTV (mdr) eine Sendung zum Thema “Aquarium”.

Der Guppy ist der Anfängerfisch schlechthin und gleichzeitig der beliebteste Aquarienbewohner. Diese Ehre wird ihm wohl auch deswegen zuteil, weil er sich so leicht züchten lässt. Victoria Herrmann zeigt in dieser Ausgabe, was man alles so braucht, um sich seine ganz persönliche kleine Unterwasserwelt in die Wohnung zu zaubern. Dass ein Aquarium aber nicht immer mit kleinen Fischen, grünen Pflänzchen im Süßwasser gleichzusetzen ist, auch das zeigt LexiTV, wenn es etwa um eines der größten und schönsten Aquarien in Deutschland geht. Einzigartige Bilder aus einer faszinierenden Welt sind in dieser Ausgabe garantiert.

mdr – LexiTV

Die Sendung wird noch einige Male wiederholt. Die weiteren Sendetermine könnt ihr der Seite von LexiTV entnehmen.

Na, da bin ich ja mal gespannt, wie ein Aquarium richtig eingerichtet wird. Hoffentlich gibt es danach nicht, wie bei manchen anderen Sendungen, wieder einen Handlungsbedarf zur Korrektur bestimmter Aussagen.

Garnelen schon einmal durch eine Vergiftung verloren?

Umfragen | am 4. Jan 2008 | 2 Kommentare »

Heute startet eine neue Umfrage.

Mich würde interessieren, ob ihr Garnelen oder andere Wirbellose schon einmal durch eine Vergiftung verloren habt. Oder zumindest vermutet, dass es sich um eine Vergiftung gehandelt hat.

Ihr könnt auch gerne wieder eure Erfahrungen hier in den Kommentaren hinterlassen.

Danke für eure Teilnahme!

Die aktuelle Umfrage findet ihr in der linken Sidebar (leider wieder nicht aus diesem Beitrag heraus, ihr müsstet erst auf die Startseite springen.

Die bisherigen Umfragen findet ihr hier. 

Vergiftung bei Garnelen und anderen Wirbellosen

Allgemein | am 4. Jan 2008 | 1 Kommentar »

Man wünscht es niemanden, dass irgendetwas ins Becken gelangt, was bei Wirbellosen, hier vor allem Garnelen, Vergiftungen hervorruft. Soweit ich es beobachten konnte, verhalten sich Garnelen bei einer Vergiftung immer wieder gleich. Die Tiere schießen durch das Becken und lassen sich dann zu Boden fallen. Es scheint, als wenn sie tot sind. Wenn man sie berührt, schießen sie wieder hoch und fallen wieder zu Boden. Mittlerweile würde ich persönlich bei solchen Symptomen die Tiere sofort in ein anderes eingefahrenes Becken umsetzen. Ich weiß auch, nicht jeder hat diese Möglichkeit. Wenn Probleme mit dem Leitungswasser (evtl. Chlor, Kupfer) ausgeschlossen werden können, sollte bei der Vermutung einer Vergiftung ein sofortiger Wasserwechsel durchgeführt werden. Dieser sollte schon etwas größer Ausfallen, ich würde hier sagen an die 80 % des Beckenvolumens. In diesem Fall schadet das Einbringen von Wasseraufbereiter sicherlich auch nicht. Den Wasserwechsel am nächsten Tag wiederholen, hier dann nochmals 50 % und die Tiere weiter beobachten.

Ich denke, man sollte sich nach einer Vergiftung aber nicht mehr all zu viele Illusionen machen. Nach meiner Erfahrung raffen die Tiere wirklich innerhalb von zwei Wochen hin. Aber hier kommt es sicherlich auch darauf an, wie hoch die “Dosis” der Vergiftung war.

Gift

Aquarienpflanzen

Die häufigste Problematik wird hier wohl das Einbringen neuer Aquarienpflanzen sein. Diese sind oftmals schon in der Großgärtnerei mit Pestiziden (z. B. gegen Schnecken) behandelt worden oder enorm überdüngt.

Hier ist es wirklich wichtig, dass neu gekaufte Pflanzen nicht einfach in ein Becken gesetzt werden, in dem schon die Bewohner leben. Pflanzen erst in einem separaten Behältnis wässern und hier auch regelmäßig Wasserwechsel durchführen. Ich wässere neue Pflanzen ca. 1 Woche, bevor sie in meine Garnelenbecken kommen.

Sollte dieses nicht beachtet worden sein und die Tiere schießen nach dem Einsetzen durchs Becken, die Pflanzen sofort entfernen und einen großen Wasserwechsel durchführen. Wenn möglich, Tiere sogar in ein anderes, eingefahrenes Becken umsetzen.

Chlor

Was immer wieder zu wirklich großen Ausfällen führen kann, ist ein erhöhter Nachweis von Chlor im Leitungswasser.

Gerade im Sommer, wird oftmals die Höhe der Chlormenge im Leitungswasser erhöht. Soweit ich gelesen habe, häufig auch nach einer langen Trockenzeit und eintretenden starken Regenfällen. Damit werden Bakterien im Leitungswasser abgetötet. Leider nicht nur die Bakterien. Genauso nach Arbeiten am “Leitungssystem” des Wasserversorgers.

Bei einem Wasserwechsel mit Leitungswasser, in dem eine höhere Chlormenge nachweisbar ist, haben die Garnelen in der Regel keine Chance. Es sind wirklich nur Minuten, nach dem Einbringen des Chlor-Leitungswassers, bis die Tiere kippen. Hier ist die Chance auch sehr gering, dass Tiere überleben.

Bei einer Chlorvergiftung dürfte wirklich die beste und fast schon einzige Möglichkeit sein, die Tiere in ein anderes, eingefahrenes Becken umzusetzen. Sollte dieses nicht möglich sein, auf jeden Fall Wasseraufbereiter verwenden! Dieser ist unter Umständen in der Lage, Chlor oder andere Schadstoffe zu binden.

Um solch einer Chlorvergiftung vorzubeugen, sollte man Leitungswasser immer aus dem Duschkopf entnehmen, in der Regel wird dieses so ausgetrieben. Eine Geruchprobe ist auch nicht verkehrt, grundsätzlich kann man den typischen Schwimmbadgeruch riechen. Es lohnt sich auch, ab und zu auf die Website seines Wasserversorgers zu schauen, bei uns werden solche Erhöhungen auch schon mal angekündigt (evtl. auch Zeitung).

Durch das Belüften des Leitungswassers erzielt man genauso das Entweichen des Chlors. Einige raten auch dazu, bei vorhandenem Chlor, das Wasser durch ein “Küchensieb” laufen zu lassen. Als es bei uns nach längeren Arbeiten am Leitungssystems unseres Wasserversorgers über einen etwas längeren Zeitraum zu erhöhter Chlorzugabe kam, habe ich das Wasser erst in einer Tonne gesammelt und dieses mit Hilfe einer Membranpumpe und Ausströmstein belüftet, zusätzlich Wasseraufbereiter dazu und alles ist gut gegangen.

Kupfer

Hier wird überall sehr häufig vor Kupfer im Leitungswasser gewarnt. Gerade bei Kupferleitungen gibt es immer mal wieder den Hinweis, das Leitungswasser, welches über solche Leitungen entnommen wird, gefährlich für Wirbellose sei. Dies ist sicherlich grundsätzlich richtig. Aber in der Regel reicht es aus, das Wasser, bevor man es entnimmt, erstmal eine Zeit lang ablaufen zu lassen. Damit nicht das in den Leitungen gestandene Wasser entnommen wird. Bisher konnte ich auch noch nirgends lesen, dass jemand mit Hilfe eines Kupfertest eine erhöhte Konzentration von Kupfer im Leitungswasser oder Aquarienwasser nachweisen konnte. Dies mag vielleicht auch daran liegen, dass die Kupfermenge so gering sein kann, dass sie mit einem handelsüblichen Test gar nicht nachweisbar ist.

Hier noch der Hinweis zu Pflanzendünger. Oftmals wird Panik gemacht, bloß keinen Aquariendünger zu verwenden, der Kupfer enthält. Wenn man sich grundsätzlich an die Dosierungsanleitung hält, sind diese wirklich geringen Konzentrationen kein Problem für unsere Wirbellosen. Bei mir kam es bei unterschiedlichen Düngern auf jeden Fall noch zu keinen Problemen. Wenn man sich unsicher ist, kann man auch erstmal mit einer geringeren Dosis beginnen.

Mopani-Wurzel

Mopani-Wurzeln stehen im Verdacht – durch Schwermetalleinschlüsse – “Giftstoffe” an das Wasser abzugeben. Ich verwende diese Art Wurzel schon seit längerer Zeit nicht mehr.

Vor Jahren hatte ich eine Mopani in einem Garnelenbecken, Ausfälle konnte ich nicht verzeichnen, jedoch stank das Wasser nach einiger Zeit extrem. Auch durch großzügige Wasserwechsel konnte ich diesen Gestank nicht reduzieren. Erst als ich die Wurzel aus dem Becken genommen habe, ließ dieser Geruch nach.

Viele Wirbellosenhalter haben durch das Einsetzen der Mopani hohe Verluste bei ihren Garnelen zu verzeichnen gehabt. Scheinbar gibt es mit älteren, schon lange Zeit gewässerten Wurzeln, keine Probleme.

Da viele andere Wurzelarten zur Auswahl stehen, würde ich auf eine Mopani-Wurzel verzichten – sicher ist sicher.

Kunststoffummantelter Farbkies

Einige Halter hatten mit kunststoffummanteltem Farbkies Probleme. Hier gab es enorme Ausfälle bei den Tieren. Trifft scheinbar aber nicht auf jede Kies-Marke zu. Bevor man kunststoffummantelten Farbkies ins Becken einbringt, sollte man vielleicht in diversen Foren nachfragen, ob hier schon jemand Probleme mit der Kies-Marke hatte.

Bei Vergiftungen ist es immer wichtig, sofort zu reagieren! Desto länger die Tiere dem “verunreinigtem” Wasser ausgesetzt sind, umso geringer ist die Überlebenschance.

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