Anentome helena
Die Anentome helena erfreut sich immer größerer Beliebtheit.
Melanie Detering (MelDet) hat diese Schneckenart schon erfolgreich nachgezüchtet. Hier ihr Erfahrungsbericht dazu:
Die Anentome helena (ehemals Clea helena) gehört zu der Familie Buccinidae Rafinesque und wurde 1847 als Anentome helena bestimmt.

Ende Oktober 2006 habe ich zum ersten Mal die Anentome helena (ehemals Clea helena) im Handel gesehen, ich habe mich gleich in diese Schnecken verguckt.
Sie sind einfach was anderes als alle anderen Schnecken für mich. Sehr lustig finde ich wie sie Ihren „Rüssel“ voraus tragen.
Ohne irgendwas über diese Tierchen zu wissen, habe ich auch gleich meine ersten beiden gekauft. (Was man eigentlich nicht machen sollte).
Da mir die zwei trotz des anderen Besatzes etwas einsam in meinem 80er Aquarium vorkamen kaufte ich im Februar zwei weitere Tiere. Zum anderen hoffte ich aber auch auf Nachwuchs, da bisher niemand wusste ob die Schnecken Zwitter sind, oder nicht. Aber wie es nun ja aussieht sind sie getrennt geschlechtlich.
Es schienen nun die letzten Schnecken in dem Becken gewesen zu sein, doch wenige Tage später war ich wieder im Handel. Wir entdeckten wieder ein paar dieser Schnecken und so kaufte ich die restlichen auf. Sie hatten sich zwar gut an der Wurzel im Verkaufbecken versteckt, aber nicht gut genug. großes Grinsen
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich einen Trupp von 13 Tieren.
Ich konnte fortan öfters mal Pärchen der Schnecken zusammen im Becken sehen und bin auch deshalb der Meinung das man die Anentome helena in nicht einzeln oder nur als Pärchen halten sollte.

Mitte April entdeckte ich die ersten Gelege in meinem Aquarium. Zu der Zeit war ich mir noch nicht sicher dass es tatsächlich Eier der Schnecken waren. Doch Eier von meinem restlichen Besatz (White Pearls Garnelen, Ladigesia roloffi) konnten es nicht sein.
Diese Gelege fand ich am Filter, an Pflanzen und an Wurzeln und inzwischen auch an der Scheibe und auf dem Bodengrund.


Am 10.06.2007 entdeckte ich den ersten Nachwuchs meiner Schnecken.

Sie sind kleine Ebenbilder der Großen und haben auch schon diese schöne Zeichnung, wenn auch noch recht blass.
Wie ich inzwischen weiß, wird dieser zu dem Zeitpunkt schon mindestens eine Woche alt gewesen sein.
Die Gelege sind übrigens etwa 1mm groß, sie sehen aus wie kleine Kissen, sind milchig und in der Mitte liegt das weiße Ei. Das Gelege ist relativ hart und nicht schwabbelig, wie ich zuerst vermutete.
Das Ei wird mit der Zeit gelblicher und ovaler, sehr wahrscheinlich ist es das sich die junge Schnecke von dem Nährsubstrat ernährt.
Ich schätze dass die jungen Schnecken nach etwa 3-5 Wochen aus dem Ei schlüpfen. Nähere Angaben kann ich leider noch nicht machen.
Die größte meiner bisher entdeckten jungen Anentome helenas ist heute (22.06.2007) etwa 2mm groß.
Ich halte meine Anentome helena, wie auch alle anderen Tiere bei recht hartem Wasser (pH: 8, GH 18, KH 12)
Herkunft:
Die Anentome helenas kommen ursprünglich aus Süd-Ostasien und leben dort in kleinen Flüssen, Seen und Teichen. Diese Biotope sollen sandig sein, meine Schnecken müssen aber mit feinem Kies mit einer Körnung von 1- 2mm vorlieb nehmen.
Aussehen und Verhalten:
Eine ausgewachsene Anentome helena ist ca. 15- 18mm groß.
Das wohl auffälligste an diesen Schnecken ist wohl das rinnenförmige Sipho (Atemrohr), das sie ständig voraus tragen.

Ihr Gehäuse ist kegelförmig, die Färbung verläuft mit den Umgängen.
Die Färbung fällt teilweise sehr unterschiedlich aus, die meisten meiner Schnecken sind schön beige/gelb- braun/schwarz gefärbt. Andere sind fast komplett schwarz, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das irgendeine andere Schicht auf dem Gehäuse ist.
Ihr Fuß ist meist hell mit gräulich- schwarzen kleinen Flecken. An diesem befindet sich auch ein Deckel, mit dem sie ihr Haus verschließen können, um sich vor Feinden zu schützen.
Meine Anentome helena sind recht aktiv, bewegen sich durch das Aquarium, egal ob am Boden, an der Scheibe, an Wurzeln oder auf Pflanzen.
Ich sehe sie sehr oft paarweise durch das Aquarium ziehen, was nicht heißen soll, das sie sich dann auch paaren.
Sie sitzen aber auch gern auf, bzw. an Wurzeln oder buddeln sich auch schon mal ein, so dass nur ihr Atemrohr aus dem Kies herausschaut.
Dies ist wohl eine Art auf der Lauer liegen, da diese Schnecken Räuber sind.
Ihre Mundöffnung liegt etwas unterhalb des Siphos und ist kaum zu sehen, zum Fressen fährt die Anentome helena das eigentliche Mundwerkzeug aus. Es ist sieht aus wie ein weiterer Rüssel. Diesen kann die Schnecken in ihre erlegte Beute stecken und sie so auffressen.

(Auf dem Foto kann man dieses Fresswerkzeugt sehen)
Sie ernähren sich von anderen Schnecken, bei mir bekommen sie Posthornschnecken, die sie meist komplett leeren.
Ich habe aber auch schon sehen können, dass sie auch Garnelen-, bzw. Krebsfutter fressen.
© 2007 MelDet
Bevor jetzt alle Melanie die Türe einrennen: von dem Nachwuchs sind leider nur 5 Tiere vorhanden, die bisher eine Größe von ca. 7 mm erreicht haben. Also zurzeit keine Nachzuchten abzugeben.
Wer Interesse an den Tieren hat, kann sich gerne bei mir melden. Ich kann gerne die Kontaktadresse mitteilen, von woher ich meine Tiere erhalten habe.


*grusel*
















Hi, wo bekommt man diese schönen Schnecken denn?
LG
Nina (dng818@yahoo.de)